Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1122/44

Führet einen guten Wandel



Originaltitel:
Führet einen guten Wandel unter / den Heyde / a / 2 Violin / Oboe unis. / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Oculi / 1744 / ad / 1739.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Oculi (3. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: (ob), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - a - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - C - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,str,bc) - G - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,(ob),str,bc) - a - 3

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (Seite 142)
Liedtext: Betrübtes Herz, sei wohlgemut

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2 - ob: 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-09
RISM ID:   450006806
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Führet einen guten Wandel unter den
    Heiden, auf dass die, so von euch
    afterreden als den Übeltätern, eure
    gute Werke sehen und Gott preisen,
    wenn’s nun an den Tag kommen wird.
  2. Secco-Rezitativ
    Der freche Lästergeist
    begeifert alle gute[n] Werke,
    die ein Gerechter tut.
    Wenn Jesus Selbst in Gottes Kraft und Stärke
    ein Herz aus Satans Klauen reißt,
    so spricht die Höllenbrut:
    „Beelzebub hat es getan!“
    Was kann doch ärger sein!
    Ihr Frommen, stoßt euch nicht hieran.
    Stellt euch -
    trutz Satans Reich -
    nur desto eifriger in guten Werken ein.
  3. Arie
    Geifert nur ihr Lästerzungen,
    euer Kot befleckt mich nicht.
    Wer den Weg der Wahrheit liebet
    und nur gute Werke übet,
    der kommt endlich doch an’s Licht.
  4. Secco-Rezitativ
    Mein Herz, sieh’ Jesum an:
    Man lästert Ihn,
    da Er ein gutes Werk getan,
    doch kann Ihn dies nicht müde machen.
    Er will Sich noch bemüh’n,
    die Lästrer aus dem Rachen
    des Fürstens dieser Welt zu zieh’n.
    Dies Tun bringt Jesu Ehre ein;
    ein Weib muss Ihn,
    da andre Galle spei’n,
    vor Aller Ohren preisen.
    Ach, möchten wir uns insgemein
    auch so zum Preis des Herrn im Wandel treu erweisen.
  5. Arie
    Ich will Jesus Werk und Lehren
    stets durch reine Folge ehren,
    bin ich gleich der Welt ein Spott.
    Lästert Satan meine Werke,
    ei, so seh’ ich draus und merke:
    Sie sind rein und gut vor Gott.
  6. Secco-Rezitativ
    Das Gute hat doch seinen Lohn:
    Die Feinde müssen es zu seiner Zeit erkennen,
    wenn sie voll Spott und Hohn
    im Höllenfeuer brennen,
    wenn Jesus, der im Himmel wohnt,
    das hier Verlästerte mit Lob und Ehr’ belohnt.
  7. Choralstrophe
    Drum, meine Seel’, verzage nicht,
    halt fest an Gott dem Herren.
    Ob dir jetzund Gewalt geschicht,
    halt still und leid es gerne.
    Es wird noch kommen wohl die Zeit,
    dass Gott heimsuchen wird die Leut’,
    die dich so sehr betrüben.