Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1121/44

Wir wissen dass Trübsal Geduld bringet



Originaltitel:
Wir wißen daß Trübsahl Gedult / bringet / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Reminiscere / 1744 / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Reminiscere (2. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - 3
     2.rec (T,bc)
     3.aria (TB,str,bc) - c - C (largo)
     4.choral (SATB,(ob),str,bc) - g - 6/4
     5.rec (S,bc)
     6.aria (S,str,bc) - B - C (vivace)
     7.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S (2x), A, T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2 - ob: 1f.
Kommentar: ob only CM in mov4 /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-08
RISM ID:   450006805
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Wir wissen, dass Trübsal Geduld bringet,
    Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung
    aber bringet Hoffnung, Hoffnung
    lässet nicht zu Schanden werden.
  2. Secco-Rezitativ
    Ein Kind der Finsternus
    schreit auch in Not mit vollem Munde.
    Allein , verzögert Gott die Rettungsstunde,
    so wird es voll Verdruss.
    Sein Hoffen will verzweiflend schwinden.
    Ein Gott ergeb’ner Sinn
    lässt sich ganz anders finden.
    Er wirft sein Hoffen nicht gleich hin,
    er schreit und hofft auf Gottes Güte.
    Schweigt Gott, so wird sein Glaube doch nicht müde.
  3. Duett/Arie
    Ach Jesu, lass Dich mein’ erbarmen,
    ach, änd’re meinen Jammerstand!
    Du kennst die Marter meiner Plagen,
    ich hoffe Trost von Deiner Hand.
    Ich weiß, Du wirst mir’s nicht versagen,
    denn Deine Güte ist bekannt.
  4. Choral
    Ich weiß, Du hast meiner noch nicht vergessen,
    dass ich vor Leid mir sollt’ das Herz abfressen.
    Mitt’n in der Not
    denk ich an Gott,
    wenn Er mich schon mit Kreuz und Angst tut pressen.
  5. Secco-Rezitativ
    So gehen Glaubige den Heiland an;
    ihr Hoffnungsanker ist auf keinen Sand gegründet.
    Doch findet ihr Glaubensschiff oft, eh es landen kann,
    gar strengen Widerstand.
    Selbst Jesus Rettungshand
    stößt es vom frohen Port zurücke.
    Jedoch der Glaube kämpft in fester Hoffnung fort;
    er weiß, die Blicke,
    die er in Jesus Herz getan,
    die können nicht betrügen.
    Er ist gewiss, das Rettungswort
    wird ihn zuletzt erwünscht vergnügen.
  6. Arie
    Herr, ich schreie! Willst Du schweigen?
    Willst Du keinen Trost erzeigen?
    Meine Hoffnung wankt drum nicht.
    Lacht die Welt,
    wenn mein Gott, mein Heiland, Sich so verstellt:
    nur Geduld! der Frommen Hoffen
    hat noch allzeit eingetroffen.
    Dieser Wahrheit tröst’ ich mich.
  7. Choral
    Es hat kein Unglück nie so lang gewähret,
    es hat doch endlich wieder aufgehöret.
    Beut mir Dein’ Händ’
    und machs ein End!
    Auf dieser Erd’ mein Herz sonst nichts begehret.