Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1121/12b

Der Trost ist aus die Hilfe ist dahin



Originaltitel:
Cantata / Der Trost ist aus, die Hülffe hin / a / Voce Sola / Violin Unis. / e / Continuo. / Dn. Reminiscere. / 1712.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Reminiscere (2. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1712
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , vl unis, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (S,vl unis,bc) - c - 3
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,bc) - a - 3/8
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,bc) - G - 3/8 (affettuoso)
     6.rec (S,bc)
     7.aria (1) DC
     8.rec (S,bc)
     9.arioso (S,vl unis,bc) - C - C (allegro)
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 6 Seiten;
S: 3 - vl 1, 2, vlc, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: true



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-420-06
RISM ID:   450005764
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Der Trost ist aus, die Hülf’ ist hin,
    weil ich von Gott verlassen bin.
    Der Trost ist aus, die Hülf’ ist hin.
  2. Secco-Rezitativ
    So musst ich schmerzlich klagen
    und bei dem schwersten Plagen
    zu meinem Jesu schrei´n,
    denn, ach! der Trost war aus, die Hülfe hin.
    Nun aber kann ich fröhlich sein,
    weil ich erhöret bin.
  3. Arie
    Gottlob! Ich habe nun gesieget,
    mein Heiland gibt mir einen Blick;
    sein Herz ist dieses Mal erweichet,
    weil er mir seine Hände reichet.
    O seliges, o liebstes Glück!
    Gottlob, ich habe nun gesieget,
    gottlob, gottlob!
  4. Secco-Rezitativ
    So muss man siegen,
    wenn unser Glaubenslicht
    allein auf Gott gericht’t.
    Von Dornen liest man Trauben
    und wer - als wie die Tauben -
    im Kreuz und Leiden girrt,
    sieht endlich das Vergnügen,
    so sich nach Trauerstunden
    im Herzen wieder eingefunden.
  5. Arie
    Auf ein jammervolles Klagen
    folget süße Lust.
    Nach dem Weinen
    muss die Sonne scheinen.
    Nach dem Plagen
    ist der Brust
    lauter Fröhlichkeit bewusst.
  6. Secco-Rezitativ
    Die Wunden,
    so Gottes Hand aus Liebe schlägt,
    hat man nie tödlich funden,
    weil er uns nach der Zeit
    ein Pflaster aufgelegt.
    Bei Ach und Leid
    ist Gottes Hülfe nicht mehr weit.
    Im Kreuze sich beständig quälen,
    gibt keine Lind’rung nicht;
    die Schmerzensstunden zählen,
    vermehrt die Pein
    und lässt uns gar nicht ruhig sein.
    Doch wem es nicht an der Geduld gebricht,
    wirft Schmerz und Kummer hin
    und stillet den bedrängten Sinn.
    Da heißet es nicht mehr:
  7. Arie
    Der Trost ist aus, die Hülf’ ist hin,
    weil ich von Gott verlassen bin.
    Der Trost ist aus, die Hülf’ ist hin.
  8. Secco-Rezitativ
    Nein, nein!
    Man lässt dies unser´n Wahlspruch sein:
  9. Arie
    Der Trost ist gut, die Hilf’ ist da,
    Gott sei gelobt, Halleluja!