Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1119/22

Kommt lasst uns mit Jesu gehen



Originaltitel:
Kommt, last uns mit Jesu gehen / a / 2 Violin / Viol / Basso Solo / e / Continuo. / Dn. Esto mihi. / 1722.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Estomihi (1. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1722
Vokal: Bass
Solostimmen: 1
Instrumente: , theorbe, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (B,str,bc) - F - C (largo)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - d - 3 (largo)
     4.choral (B,vl unis,vla,bc) - g - 3
     5.rec (B,bc)
     6.aria (B,vl unis,vla,bc) - C - C
     7.rec (B,bc)
     8.choral (B,vl unis,vla,bc) - F - 3
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 8 Seiten;
B: 2 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne, theorbo, bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: Theorbo beziffert as additional continuo - no solo (tiorbo) (fh)



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-430-05
RISM ID:   450005992
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Arioso
    Kommt, lasst uns mit Jesu gehen,
    geht er gleich den Leidenspfad.
    Der wird ewig herrlich stehen,
    welcher ihn betreten hat.
  2. Rezitativ
    Wir gehn so gern dem Eitlen nach
    und können uns wohl rechte Mühe geben,
    bis unser Sinn den schnöden Zweck erreicht.
    Hingegen fleucht
    der alte Mensch den Gang, die Schmach,
    worauf wir doch erwünschtes Leben
    nach ausgestandnem Kampf ersehn.
    Wie könnte doch was Törichter’s geschehn?
  3. Arie
    Erkläre mir, o Jesu, deine Leiden,
    bis dass mein Geist den hohen Ratschluss fasst.
    Darf ich den Nachgang gleich nicht wagen,
    so lass mich das nur willig tragen,
    was du mir zugeordnet hast.
  4. Choral
    Ich werde dir zu Ehren alles wagen,
    kein Kreuz nicht achten,
    keine Schmach noch Plagen,
    nichts von Verfolgung,
    nichts von Todesschmerzen
    nehmen zu Herzen.
  5. Rezitativ
    So steht mein Geist in Willigkeit,
    doch, ach! das Fleisch will oft den Schluss vernichten.
    Drum Jesu gib mir nur beizeit
    zur Stärkung deine Hand;
    lass deinen Geist, das edle Pfand,
    in mir, was ich nicht kann, verrichten.
  6. Arie
    Unverzagt! Auf Leidenstage
    folgt der Stand der Herrlichkeit.
    Lass, mein Geist, die Welt nur schmähen.
    Wird dir’s hier wie Jesu gehen,
    wirst du dort mit ihm erfreut.
  7. Rezitativ
    Hierzu bahnt Jesus selbst den Weg,
    sein Kreuz kann unsre Not versüßen,
    wenn wir den Leidenssteg
    in dieser Welt betreten müssen.
    Wer nun mit ihm hier in Gemeinschaft steht,
    kann ruhig sein, wenn’s noch so widrig geht.
  8. Choral
    Hab’ ich dich in meinem Herzen,
    du Brunn’ aller Gütigkeit,
    so empfind’ ich keine Schmerzen
    auch im letzten Kampf und Streit.
    Ich verberge mich in dich.
    Welch’ Feind kann verletzen mich?
    Wer sich legt in deine Wunden,
    der hat glücklich überwunden.