Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1119/12

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen



Originaltitel:
Wenn ich mit Menschen und mit Engel- / Zungen redete / a 11 / 2 Violin / Viol. / 2 Hautb. / 2 Cant. / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dom. Estomihi / 1712.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Estomihi (1. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1712
Vokal: Sopran (2), Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.aria (S,vl unis,bc) - C - 3
     3.arioso (T,str,bc) - a - C
     4.coro (SSATB,ob,str,bc) - F - 3
     5.acc (T,str,bc)
     6.coro (SSATB,str,bc) - C - C+3
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 12 Seiten;
S 1 (2x), 2, A, T, B: 2, 1, 1, 1, 2, 1 - vl 1, 2, vla, vlc, vlne, bc: 2, 2, 1, 2, 2, 2f.
Kommentar: ob (just 1 in 1 mov.) in vl-part /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-420-04
RISM ID:   450005762
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen
    redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein
    tönend’ Erz und eine klingende Schelle.
  2. Arie
    Aller Gottesdienst ist eitel,
    den man ohne Lieb’ erwählt,
    und das Herz ist tot und nichtig,
    aller Andachts-Weihrauch flüchtig,
    wo die Glut der Liebe fehlt.
    Aller Gottesdienst ist eitel,
    den man ohne Lieb’ erwählt.
  3. Dictum
    Die Liebe ist langmütig und freundlich,
    die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht
    Mutwillen, sie blähet sich nicht.
  4. Chor
    O selige Seelen, die lieben und leben;
    o himmlisches Leben, das Lieben gewährt.
    Der Glaub’ und das Hoffen wird herrlich gepriesen,
    doch bleibet die Liebe die Größte von diesen,
    dieweil sie mein Jesus so sehnlich begehrt.
  5. Dictum
    So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott
    in uns und seine Liebe ist völlig in uns.
  6. Chor
    Ja, ja, was Jesus vorgeschrieben,
    soll unser’s Herzens Wonne sein.
    Wir wollen ihn erst ganz allein,
    und denn zugleich den Nächsten lieben.
    So bleibt er stets in uns, und wir
    genießen seiner auch allhier.