Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1118/51

Des Menschen Sohn geht aus zu säen



Originaltitel:
Des Menschen Sohn geht / aus zu säen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Sexages. / 1751. / ad / 1732.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Sexagesimae (2. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1751
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (S,str,bc)
     2.aria (S,str,bc) - G - C (moderato)
     3.choral (SATB,str,bc) - h - 3
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - D - 3 (allegro)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (3) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-459-05
RISM ID:   450007058
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192709
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Des Menschen Sohn geht aus zu säen,
    Sein Same trifft verschiednen Boden an.
    Der eine ist gleich einer harten Bahn,
    da alle Füße drüber gehen,
    der andre hegt verborgne Steine,
    wo er nicht Wurzel fassen kann.
    Ein andrer Grund ist nicht von Dornen reine,
    da aller gute Kern erstickt.
    Doch ist auch gutes Land zu finden,
    wo sich der Wachstum fügt und schickt,
    wo Gläubige zu Gottes Ehre
    die reich’ und schönste Garben binden.
    Wer Ohren hat zu hören, höre.
  2. Arie
    Jesu, hilf mein Herze bauen,
    lass es durch Dein Blut betauen,
    pflüge mich zum guten Land.
    Satans Raubvolk zu bestreiten,
    Dorn und Disteln auszureuten,
    sind nur Werke Deiner Hand.
  3. Choral
    Reiß alles aus aus meiner Seelen,
    was Dich nicht sucht und Deine Ehr’,
    Ja wollte es sich auch verhehlen,
    so prüfe Selbst je mehr und mehr
    mein innere Beschaffenheit
    und gib mir Herzens Redlichkeit.
  4. Rezitativ
    Sind andre Herzen allzu träge,
    der Bau geht ihnen schmerzlich ein,
    so will ich nicht so zärtlich sein.
    Lass Moses Pflug, lass des Gesetzes Schläge
    mein Herz zum guten
    Bau durchdringen
    und flöße mir den Lebenstau
    aus Zions Auen zu,
    so wird Dein Wort in mir
    recht wohl gelingen.
    Ich will und werde Dir
    dort in der stolzen Ruh
    vor Deines Segens Schatz
    Lob Preis und Ehre bringen.
  5. Arie
    Satan, weg! Weg, Dorn und Steine!
    Dir alleine
    bleibt, o Gott, mein Herz geweiht.
    Gott will mich mit Segen schmücken,
    meine Ernte muss mir glücken
    hier und in der Ewigkeit.
  6. Rezitativ
    Den Samen, den Er in mich streut,
    will ich im stillen Sinn bewahren.
    Verzögert sich die Erntezeit
    und muss ich Frost und Hitz’ erfahren:
    Getrost! Durch Wetter Sturm und Regen
    erwächst der Kern zu hundertfachen Segen.
  7. Choral
    Denn, kann ich Dich nur Vater nennen,
    o Abgrund der Barmherzigkeit,
    so muss mir alles nutzen können,
    was man sonst heißet Kreuz und Leid;
    denn auch das Bittre süße ist,
    wo Du, o Gott, im Herzen bist.