Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1118/40

Hört Menschen hört



Originaltitel:
Hört Menschen hört der große / Säeman / a / 3 Chalumeaux / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Sexag. / 1740.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Sexagesimae (2. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1740
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 4
Instrumente: chal (3)stb, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (S,str,bc)
     2.aria (S,vl unis,vla,bc) - C - 2/4
     3.choral (SATB,chal(3)stb,str,bc) - G - C (largo)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (AB,str,bc) - D - C (presto)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (3) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 19 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2 - ob 1, 2, chalumeau 1, 2, 3, 3 (alio modo): 1, 1, 1, 1, 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: in parts altern version with ob instead of chal /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-448-11
RISM ID:   450006563
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001190721
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Hört, Menschen, hört!
    Der große Sämann aus der Höhe,
    Gott selbst streut Lebenssamen aus.
    Ihr seid das Feld, ach stört
    in euch doch dessen Wachstum nicht,
    dass draus zu eurem Heil erwünschte Frucht entstehe.
    Wer diese bringt, der kommt nicht ins Gericht.
  2. Arie
    Ich weihe Dir mein Herz zum Lande,
    Herr, streue Deinen Samen drein.
    Wirst Du zum Wachstum Kraft und Leben
    und gnädiges Gedeihen geben,
    so wird die Ernte herrlich sein.
  3. Choral
    O Herre Gott,
    Dein göttlich Wort
    ist lang verdunkelt blieben,
    bis durch Dein’ Gnad’
    uns ist gesagt,
    was Paulus hat geschrieben
    und andere
    Apostel mehr
    aus Dein’m göttlichen Munde.
    Des dank’n wir Dir
    mit Fleiß, dass wir
    erlebt haben die Stunde.
  4. Rezitativ
    Ach! aber ach! wie schlechte Dankbarkeit
    lässt nicht der größte Haufen sehen,
    wenn Gott Sein Wort in reichem Maß
    auf alle Herzen streut. Kaum
    ist die Saat geschehen,
    so weicht des Hörers Andacht fort.
    Da findet Satan völlig Raum,
    den edlen Kern zu rauben.
    Und scheint’s bei manchen, dass sie glauben,
    so währt’s nur eine kleine Zeit.
    Ein andrer liegt im Traum der Lust
    und Nahrungsgram bestricket.
    und so wird alle Kraft des teuren Worts ersticket.
    O schlechter Dank vor Gottes Gütigkeit.
  5. Duett
    Weg, Satan! Weg, ihr eitlen Sorgen!
    Mein Herz bleibt Gott zum Feld geweiht.
    Das Wort des Herrn,
    der edle Kern,
    bringt mir den angenehmsten Segen
    und stürmt gleich mancher Leidensregen,
    so fördert er die Fruchtbarkeit.
  6. Rezitativ
    Wer Jesus Wort im Herzen hat und tut hernach,
    der wird so Trost als Kraft darbei empfinden.
    Folgt hier gleich Spott und Schmach,
    wenn er geflissen Früchte trägt,
    was ist’s! Er wird zu seiner Zeit
    im Himmel Ehrengarben binden,
    die nie ein Feind noch sonst ein Sturm zerstreut.
  7. Choral
    Herr, ich hoff’ ie,
    Du werdest die
    in keiner Not verlassen,
    die Dein Wort recht
    als treuer Knecht
    im Herz’n und Glauben fassen.
    Gibst ihn’n bereit
    die Seligkeit
    und lässt sie nicht verderben.
    O Herr, durch Dich,
    ich bitt, lass mich
    fröhlich und willig sterben.