Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1117/41

Dein sind o Gott die Gaben



Originaltitel:
Dein sind, o Gott die Gaben / a / 2 Violin / Viola / Oboe unis. / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Septuag. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: (ob), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,(ob),str,bc) - c - 6/4
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,vla,bc) - g - 6/8 (vivace)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - B - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (1) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2 - ob: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ob only CM in mov1 /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-06
RISM ID:   450006624
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001190969
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choral
    Dein sind, o Gott, die Gaben,
    es kommt von Dir allein.
    Was der und jener haben
    und was sie sollen sein,
    das steht bei Deiner Güte
    und schenkst es, wem Du wilt.
    Du siehest ins Gemüte,
    vor Dir kein Ansehn gilt.
  2. Secco-Rezitativ/Accompagnato-Rezitativ
    Der große Vater weiß, Sein Haus
    gar weislich zu versorgen.
    Er teilt an jedem Morgen
    den Knechten ihre Arbeitslast
    und auch den Lohn
    am Abend aus.
    Wer sich gedultig fasst
    und ist mit Lohn und Gaben,
    wie es der fromme Hausherr fügt,
    in seinem Teil vergnügt,
    der wird auch nebst dem Lohn
    des Vaters Gnade haben.
  3. Arie
    Arbeitslast und auch der Segen
    stehn allein in Gottes Hand.
    Murrt ein Mensch in seinem Stand,
    er will Arbeit, Lohn und Gaben
    - anderst als Gott ordnet – haben,
    der zeigt großen Unverstand.
  4. Secco-Rezitativ
    In Gottes Gnadenreich
    ist freilich Arbeit und auch Lohn,
    doch handelt Gott nach Seinem freien Willen.
    Ein jeder trägt das Seine zwar davon,
    allein, sollt einer gleich,
    was Gott gebeut, erfüllen,
    so heißt er doch ein unvollkomm´ner Knecht:
    er kann den Lohn nicht als ein Recht
    und ein Verdienst begehren,
    sein Tun ist Schuld und Pflicht.
    Befleckt er aber sich mit keiner Lohnsucht nicht,
    so wird ihm Gott viel mehr, als er verdient, gewähren.
  5. Arie
    Murrt immer hin, ihr Lohnsuchtsknechte,
    ich bin gehorsam, treu und still.
    Pflegt andern, da sie müßig stehen,
    oft größ´rer Segen einzugehen,
    als mir bei harter Arbeitslast,
    das macht mir wenig Prast:
    ich nehme, was Gott gibt und will.
  6. Secco-Rezitativ
    Der große Gott hat Macht zu tun,
    was Er nur will mit Seinen Schätzen.
    Will Er den hoch, mich niedrig setzen,
    ich will in Seinem Willen ruh´n.
    Er ist der Herr, ich bin sein Knecht,
    wie Er mich führt, so ist mir´s recht.
  7. Choralstrophe
    Ein Vater hier auf Erden
    ein Kind vor andern liebt.
    Sollt´ ich denn murrend werden,
    wenn Gott dies auch verübt?
    Mag doch ein Mensche schenken,
    was, wenn und wem er will,
    sollt´ ich´s denn Gott verdenken,
    Ihm setzen Maß und Ziel?