Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1117/40

Befleissige dich Gott zu erzeigen



Originaltitel:
Befleißige dich, Gott zu er- / zeigen einen rechtschaffenen / a / 2 Violin / Viola / Fagotto / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Septuag. / 1740.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1740
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.arioso (T,str,bc) - a - C
     2.rec+acc (S,str,bc)
     3.aria (S,fg,vl unis,vla,bc) - d - 2/4
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - F - 3/8
     6.acc (T,str,bc)
     7.choral (SATB,(ob),str,bc) - C - 6/4
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2 - ob, fag: 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ob with CM in mov7 /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-448-10
RISM ID:   450006562
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001190717
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Befleißige dich, Gott zu erzeigen einen
    rechtschaffenen und unsträflichen Arbeiter,
    der da recht teile das Wort der Wahrheit.
  2. Secco-Rezitativ / Accompagnato-Rezitativ
    Der Ruf des Vaters fordert dies
    und wer in dessen Weinberg gehet,
    wer treu in Seinem Dienste stehet,
    dem ist auch ein Gewinn
    und guter Lohn gewiss.
    Ach! Möchten doch
    die, welche Gottes Diener heißen,
    nur allzeit reinen Sinn
    bei ihrem Arbeitsfleiß erweisen.
    Ach, aber ach!
    Da fehlt´s bei allzu vielen noch.
  3. Arie
    Gott ist treu in allen Wegen,
    wer Ihm dient, dem lohnt Er gern.
    Seine Huld
    hat mit Schwachen auch Geduld.
    Wer sein Werk nur redlich treibet
    und im Fleiß beständig bleibet,
    der hat Gnade bei dem Herrn.
  4. Secco-Rezitativ
    Rechtschaff´ne Treu´ und reiner Fleiß
    sind, ach! zu diesen Zeiten
    recht große Seltenheiten.
    Der sucht nur großen Lohn,
    dem aber ist der Tag zu heiß,
    ein And’rer will nur allzu bald ermüden,
    der läuft wohl gar davon.
    Und teilt Gott Seine Groschen aus,
    so ist man nicht zufrieden.
    Der ist in Neid und Hochmut toll,
    er murrt in Gottes Haus
    wenn Seine Huld auch andre ehrt.
    Der schmückt sich mit Gebärden,
    der kann des Lohns nicht voll,
    der nicht satt Ehre werden.
    Arbeiter, ach! seid doch nicht so verkehrt.
  5. Arie
    Ich bin vergnügt mit meinem Groschen,
    auch der ist nur ein Gnadenlohn.
    Ich bin ein Knecht,
    was Gott tut, das ist mir recht.
    Ich weiß, am Ende meiner Tage,
    da trägt mein Geist auch Last und Plage
    weit mehr, als er verdient, davon.
  6. Accompagnato-Rezitativ
    Treu, fleißig und vergnügt in Gottes Diensten sein,
    das trägt so hier als dort erwünschten Segen ein.
  7. Choralstrophe
    Wirst du Gott also bleiben treu,
    wird Er Sich dir erweisen,
    dass Er dein lieber Vater sei,
    wie Er dir hat verheißen,
    und eine Kron´
    zum Gnadenlohn im Himmel dir aufsetzen.
    Da wirst du dich dort ewiglich
    in Seiner Treu´ ergötzen.