Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1117/27

Gott hat uns selig gemacht



Originaltitel:
Gott hat uns seelig ge- / macht und beruffen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Septuag. / 1727.
Abschnitt im Kirchenjahr: Vorfastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1727
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - C+3
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,str,bc) - B - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - F - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - g - C

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein (Seite 4)
Liedtext: Es ist gewiß ein köstlich Ding

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlne (2x), org: 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-435-04
RISM ID:   450006149
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Gott hat uns selig gemacht und berufen
    mit einem heiligen Ruf,
    nicht nach unsern Werken,
    sondern nach seinem Vorsatz und Gnade.
  2. Secco-Rezitativ
    Du müßig Volk,
    wie lange willst du noch
    dem eignen Willen dienstbar bleiben?
    Erkenne doch
    den Ruf des Herrn,
    der dich was Edler’s heißt.
    Lass dich den Wahn nicht übertäuben,
    der Lohn des Vaters sei zu schlecht.
    Wer sich erst treu erweist,
    der wird sein Land nicht ohne Segen bauen.
    Ach ja, ein treuer Knecht
    wird einst vollkomm’ne Ruh’ und stete Freude schauen.
  3. Arie
    Ich folge, Vater, deinem Willen,
    dein Wort trägt mir nichts Böses an.
    Macht harter Arbeitsschweiß
    mir oftmals bang und heiß,
    die Frucht wird alle Müh’ versüßen,
    ich werde größer’n Lohn genießen,
    als meine Seele fordern kann.
  4. Secco-Rezitativ
    Wer hier die Arbeit scheut,
    darf keinen Lohn vom Vater hoffen.
    Des Weinbergs süße Frucht
    hat nie gesegnet eingetroffen,
    wo nicht der Bau zu rechter Zeit mit rechtem Ernst geschehen.
    Noch lässt der Trägheit Sucht
    sich, ach! an allzu Vielen sehen.
    Drum trägt ihr Herz, ihr Weinberg Härlinge.
    Ach träger Mensch, wie sollst du dich nicht schämen,
    der Vater ruft dich je und je,
    willst du dich nicht zu seinem Dienst bequemen?
    Besinne dich,
    wer fleißig baut, kriegt Lohn, wer schläft, darbt ewiglich.
  5. Arie
    Ich baue meines Herzens Rebe,
    der edle Stock, woran ich klebe,
    flößt mir zur Frucht Gedeihen ein.
    Aus diesem Saft
    kommt alle Kraft,
    doch wird die süße Frucht mein eigen.
    Will sich mein Tag zum Abend neigen,
    so ist der Groschen auch noch mein.
  6. Secco-Rezitativ
    Wer rechten Fleiß an seine Seele wendet,
    der schmeckt den Trost, den Gott verspricht.
    Wenn sich der Tag der Leidensarbeit endet,
    so strahlt ihm dort ein ewig’ Freudenlicht.
  7. Choral
    Es wird auch keiner recht gekrönt,
    als der hier recht gestritten.
    Ja, der wird dermaleins verhöhnt,
    wer hier nicht hat gelitten.
    Wer aber Christi Joch hier trägt,
    dem wird sein Schmuck dort angelegt;
    Geduld erlangt die Krone.