Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1114/36

Der Herr ist nahe bei denen



Originaltitel:
Der Herr ist nahe bey denen / die zerbrochenes / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 3. p. Epiph. / 1736.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1736
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - B - C
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,vla,bc) - g - 3 (andante)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - F - C (vivace)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - B - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S, A (2x), T (2x), B: 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-444-03
RISM ID:   450006452
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001190209
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochenes
    Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagen
    Gemüt haben.
    Welche Ihn ansehen und anlaufen,
    derer Angesicht wird nicht zuschanden.
  2. Secco-Rezitativ
    Zerschlag’ne Herzen, freuet euch!
    Die Huld und Macht des Herrn
    ist allzeit nah, euch zu erfreuen.
    Und scheint es gleich,
    sein Rettungstrost sei fern,
    - nur unverzagt! -
    Er wird den Angststurm schon zerstreuen,
    der seine Kinder schreckt und plagt.
    Wer redlich Hülfe sucht, der wird sie bald ersehen;
    spricht Jesus nur ein Wort, so ist sie schon geschehen.
  3. Arie
    Geduld, mein Herz! Auf’s Leiden
    wird Gott auch Trost bescheiden;
    der Heiland ist nicht fern.
    Er kennt der Seinen Schmerzen,
    ihr Kreuz geht Ihm zu Herzen
    und Seine Hand hilft allzu gern.
  4. Secco-Rezitativ
    Ich gebe mich in Gottes Willen,
    mein Leiden sei Ihm heimgestellt.
    Will Er den Jammer stillen,
    mein Herz soll dankbar sein.
    Doch wo Er sich verborgen hält — Er spricht auf meine Bitte: „Nein“ —
    so ist mir dieses gleichfalls recht.
    Ich bin sein Knecht,
    was Er verfügt, damit bin ich zufrieden.
    Mein Glaube schreibt Gott nichts nicht für,
    hieran genüget mir.
    Ich weiß, auf’s Kreuz hat Er mir Trost beschieden.
  5. Arie
    Ich kann getrost auf Gott vertrauen,
    Er ist mir stets verborgen nah.
    Er mag in allen Sachen walten;
    was Er verheißt, das wird Er halten.
    Sein Wort ist da,
    auf reines Flehen spricht Er: „Ja“.
  6. Secco-Rezitativ
    Ob oft die Schwachheit spricht:
    „Ach, Jesus kommt in meine Jammerhütte
    mit seinem Troste nicht!“,
    so spricht der Glaube „Nein!“.
    Ich weiß, auf meine Bitte
    zeigt sich die Kraft von Jesus Gegenwart.
    Er stellt sich ein,
    wenn Er dem Fleisch abwesend scheinet.
    Ja, ja! Wer Seiner glaubig harrt,
    dem ist Er nah, wenn er’s nicht meinet.
  7. Choral
    Seiner kann ich mich getrösten,
    wenn die Not am allergrößten.
    Er ist gegen seine Kind’
    mehr als väterlich gesinnt.