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Text der Kantate:
Dictum
Gottes Wille meint es gut,
die sich ihm allein vertrauen
werden mit Vergnügen schauen,
dass er Wunderdinge tut.
Rezitativ
Wir würden manche Hülfe sehn
wenn wir sie redlich suchen wollten.
Wir solten
im Kreuz nur ganz gelassen stehn,
so aber mischt sich bei dem Beten
oft Ungeduld und Zweifel ein.
Drum bleibt bei strenger Pein
der Rettungswunsch bei vielen unerfüllt.
Willst du in einer Not vor deinen Heiland treten,
so sprich doch nur: Herr, so du willt.
Arie
Ich flehe, Herr, aus Trieb vergallter Plagen,
Herr, so du willt,
so werd ich leichtlich frei.
Der Sündenaussatz macht mir Schmerzen
und ach, aus dem geplagten Herzen
kommt das Geschwär
und Unflat her.
Ach, schaffe es,
o Jesu! gänzlich neu.
Choral
Trag nur Geduld im Leiden dein,
befiehl dich in den Willen sein,
denn er weiß wohl die rechte Zeit,
wenn er soll wenden Kreuz und Leid.
Rezitativ
Gott hat noch nie die Zeit versäumet,
wenn uns die Rettung nötig war.
Wer in Gefahr
dem eignen Wahn nichts eingerdumet (?)
und nur auf Gottes Hand vertraut,
wird mehr, als er begehrt, erfahren.
Ach ja, Gott pflegt vor den, der ihm vertraut,
den angenehmen Trost aufs Äußerste zu sparen.
So wird die Macht von seiner Hand
beim höchsten Kreuz durch Hülf am deutlichsten bekannt.
Arie
Nur getrost, mein Geist, auf Leiden
folgen Blicke süßer Freuden,
die ein Rettungslicht gewährt.
Auf gelassne Glaubensstille
gibt des großen Vaters Wille,
was der Kinder Wunsch begehrt.
Choralstrophe
Meine Seel ist stille
zu Gott,
dessen Wille
mir zu helfen steht.
Mein Herz ist vergnüget
mit dem, wie's Gott füget,
nimmt an, wie es geht,
geht es nur zum Himmel zu
und bleibt Jesus ungeschieden,
so bin ich zufrieden.