Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1113/54

Gott der Herr ist Sonne und Schild



Originaltitel:
Gott der Herr ist / Sonne und Schild / a / 2 Corn / Flaut. Tr. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 2. p. Epiph. / 1754. / ad / 1730.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1754
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl, hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,hn(2),str,bc) - C - C (allegro)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,hn(2),str,bc) - C - C (allegro moderato)
     4.rec (S,bc)
     5.choral (SATB,hn(2),str,bc) - a - 12/8 (allegro)
     6.aria (S,fl,str,bc) - C - C (andante)
     7.rec (T,bc)
     8.choral (5) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S (2x), A, T, B: 2, 1, 1, 1, 2 - vl 1 (2x), vl 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2 - fl: 1 - cor 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: Die Continuostimme ist mit Organo bezeichnet



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-462-01
RISM ID:   450007121
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Gott, der Herr, ist Sonne und Schild;
    der Herr gibt Gnade und Ehre:
    Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
  2. Rezitativ
    Die Welt hat dieses: ihren Hohn.
    Das Fleisch mischt auch oft Zweifel ein.
    Verlieret sich der Freudenwein,
    so spricht’s mit Gideon:
    „Ist Gott mit uns, warum ist uns das widerfahren?“
    Doch nur Geduld, es hat nicht Not!
    Gott pflegt das beste Brot
    dem, der ihn liebt, aufs Ende hin zu sparen.
  3. Arie
    Sei mit deinem Glück zufrieden,
    Gott hat dir genug beschieden,
    wenn du hast, was nötig ist.
    Lass das Grämen, lass das Sorgen,
    Gott gewährt dir etwa morgen,
    was dein Auge heut’ vermisst.
  4. Rezitativ
    Wer Jesum hier zu Gaste hat,
    hat drum nicht alle Fleisches Fülle.
    Er lässt wohl gar das Auge Mangel sehen.
    Doch sei nur stille!
    Sein Segen kommt niemals zu spat.
    Wenn Er was gibt,
    so wird’s zur rechten Zeit geschehen.
    Der Überfluss bringt unserm Glauben leichtlich Schaden,
    drum muss dem, der Ihn liebt,
    der Reichtum Seiner Wundergnaden
    zur Prüfung oft verschlossen sein.
    Bist du in solcher Treu, so kommt dir alles ein.
  5. Choral
    Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
    dass du von Gott verlassen seist
    und dass Gott der im Schoße sitze,
    der sich mit stetem Glücke speist.
    Die Folg’ der Zeit verändert viel
    und setzet Jeglichem sein Ziel.
  6. Arie
    Mein Herz, lass Jesum walten,
    Er wird dich schon erhalten,
    genug! Er ist ja da.
    (Er ist schon da.)
    Will dir Sein Trost nicht scheinen,
    Geduld! wenn wir’s nicht meinen,
    denn ist Er allzu nah.
  7. Rezitativ
    Sieh nur auf deines Jesu Hände,
    Ihr Wink zeigt dir die Bahn,
    darauf dein Fuß zum Ende
    von deinem Kummer kommen kann.
    Wer Seinen Willen tut,
    wird endlich Seine Güte preisen,
    Es wird bei solchem heißen:
    „Wohl dir! Du hast es gut.“
  8. Choral
    Sing’, bet’ und geh auf Gottes Wegen,
    verricht’ das Deine nur getreu
    und trau des Himmels reichen Segen,
    so wird er bei dir werden neu,
    dann welcher seine Zuversicht
    auf Gott setzt, den verlässt er nicht.