Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1113/50

In des Gerechten Hause



Originaltitel:
In des Gerechten Hauße / ist gutes / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 2. p. Epiph. / 1750 / ad / 1733.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1750
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - a - C
     2.aria (S,str,bc) - C - 2/4 (allegro)
     3.rec (B,bc)
     4.choral (SATB,str,bc) - a - C (allegro)
     5.aria (TB,str,bc) - F - 3/8 (allegro)
     6.rec (S,bc)
     7.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S (2x), A, T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: Die 2. Sopranstimme enthält die Umschrift eines Tenorsatzes (mov5) /ob



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-458-03
RISM ID:   450007032
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192601
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    In des Gerechten Hause ist Gutes genug, aber in
    dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.
  2. Arie
    Sorget nicht, gerechte Seelen,
    Gottes Kindern wird nichts fehlen,
    der hat g’nug, wer Jesum hat.
    Seine reiche Segenshände
    machen aller Not ein Ende,
    denn Er hilft mit Rat und Tat.
  3. Rezitativ
    Des Mangels schwere Bürde
    drückt zwar bei Jesus Gegenwart
    auch Gottes Kinder hart.
    Er Selbst, der liebesvolle Hirte,
    legt Seinen Schafen Wermut vor,
    doch sie sind still und unverzagt.
    Ihr Glaube richtet sich empor,
    er sieht auf Jesus Allmachtshände,
    bis ihre Segenssonne tagt
    und diese scheint zu rechter Zeit.
    Wenn Jesus Stunde kommt,
    so hat die Not ein Ende;
    ihr Mara wird zu Freudenwein;
    es muss auch selbst des Mangels Heftigkeit
    ein Vorbot’ reiches Seg’ns sein.
  4. Choral
    Er kennt die rechten Freudenstunden,
    Er weiß wohl, wenn es nützlich sei.
    Wenn Er uns nur hat treu erfunden
    und merket keine Heuchelei,
    so kommt Gott, eh wir uns versehn,
    und lässet uns viel Guts gescheh’n.
  5. Duett
    Lacht und freuet euch, ihr Frommen!
    Was durch Jesum eingekommen,
    ist ein Schatz, der lange währt.
    Hat die Welt
    Gut und Geld,
    ach! ihr Reichtum bringt Verderben.
    Der muss darben,
    der muss sterben,
    welcher solchen Abgott ehrt.
  6. Secco-Rezitativ
    Weh dem, der Gott den Rücken kehrt
    und will auf eitlen Reichtum pochen!
    Wie bald ist der verzehrt.
    Wer heut im Überfluss geprasst,
    nagt morgen schon am Hungerknochen.
    O Unbestand,
    o Mensch, wenn du ein wenig hast,
    das dir des Höchsten Hand
    bei deiner Arbeit dargezählet,
    so sei vergnügt und fürchte Gott!
    Hält jemand dies Gebot,
    der hat das beste Teil erwählet.
  7. Choral
    Sing, bet’ und geh auf Gottes Wegen,
    verricht’ das Deine nur getreu
    und trau des Himmels reichem Segen,
    so wird er bei dir werden neu,
    denn welcher seine Zuversicht
    auf Gott setzt, den verlässt Er nicht.