Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1113/20

Die Liebe zeichnet wahre Christen



Originaltitel:
Die Liebe zeichnet wahre Christen / Cantata / a / Voce Sola / Violin unison / e / Continuo. / Dn. 2. p. Epiph. / 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , vl unis, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (S,vl unis,bc) - D - 3/2+C
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,bc) - E - 3
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,bc) - D - 3 (largo)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 6 Seiten;
S: 3 - vl (2x), vlne (2x), bc: 1, 1, 2, 1, 2f.
Kommentar: in mov2 (rec) strange change of key (2#->2b) /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-02
RISM ID:   450005925
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Die Liebe zeichnet wahre Christen,
    die Glut entdeckt sie alsobald.
    Ach Sterbliche! Wo sind die Flammen,
    die aus dem edlen Feuer stammen.
    Ach leider! Hier ist alles kalt.
  2. Rezitativ
    Das Christentum ist nicht ein Wahn.
    O Nein!
    Gott fordert Kraft und Wesen
    und dieses macht allein
    die Liebe aus.
    Füllt man des Herzens Haus
    mit ihrem Samen an,
    so wird man bald die schönsten Früchte lesen.
    Hier ist Aufrichtigkeit,
    Treu, Eifer, Ehr’, Gelassenheit,
    hier ist ein Herz voll von Erbarmen,
    gelinde , still, bereit
    zum Dienst der Armen.
    Hier ist ein Herz das keinen täuscht,
    ja was Gott selber heischt,
    das übet es mit Freudigkeit.
    Ihr Sterbliche! Hieran
    prüft, ob ihr Christen seid.
  3. Arie
    Reine Quelle reiner Liebe,
    Jesu, feure du mich an.
    Lass mich reine Liebe tragen,
    dass ich sie in Leidenstagen
    von dir gleichfalls hoffen kann.
  4. Rezitativ
    Die Anmut reiner Liebesfrüchte
    nimmt Seele, Sinn und Geist
    mit lieblichster Entzückung ein.
    Ob sich manch widrig Schicksal weist,
    ihr angenehmer Schein
    macht jeden Sturm zunichte.
    Die holde Freundin lacht,
    wenn andern Gottes Segen scheinet,
    sie weinet,
    so herbe Not Gerechte traurig macht;
    doch ist sie ohne Heuchelei.
    Ja, wie es Gott nur mit ihr fügt,
    ist sie vergnügt.
    So kann ihr nichts die süße Ruhe stören.
    Ach Jesu, Jesu lass mich dieses lehren,
    dass ich wie sie gesinnet sei.
  5. Arie
    Ich bin mit meinem Stand zufrieden,
    wie Gott mich setzt, so ist mir’s recht.
    Und fällt mein Glücke noch so schlecht
    mein Vater hat mir’s so beschieden.
    So denkt mein Gott gelassner Sinn
    wenn andre hoch, ich niedrig bin.