Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1112/48

Herr ich habe lieb die Stätte



Originaltitel:
Herr! ich habe lieb die Städ(t)e / deines Hauses / a / 2 Violin / Viola / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 1. p. Epiphan. / 1748. ad / 1735.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 1. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1748
Vokal: ATB
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (B,str,bc) - G - 3
     2.rec (T,bc)
     3.aria (T,str,bc) - C - 3 (largo)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - D - C (largo)
     6.choral (ATB,str,bc) - G - 6/8 (andante)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
A, T, B: 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-456-01
RISM ID:   450006960
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192313
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Herr, ich habe lieb die Städte Deines Hauses
    und den Ort, da Deine Ehre wohnet,
    da man höret die Stimme des Dankens,
    da man prediget alle Deine Wunder.
  2. Secco-Rezitativ
    Wenn Gottes Tempel offen steht
    und auch Sein Wort im Schwange geht,
    wenn keine Unruh’ böser Zeiten
    die Andacht der Gerechten stört,
    wer sollte das nicht eine Wohltat nennen?
    Und ob man gleich von eitlen Leuten
    hierüber spotten hört,
    was ist’s! Hieran wird man die Toren kennen.
    Ein Weiser nimmts mit Dank und Freuden an,
    wenn er, wie sonst im Herzens-Tempel,
    nach and’rer Gläubigen Exempel
    auch äußerlich den Herrn im Frieden dienen kann.
  3. Arie
    Mein Heiland gehet Selbst zum Tempel;
    ich tue auch, was Jesus tut.
    Ob manche gleich mit blut’gen Händen
    den Ort samt ihrem Opfer schänden,
    mein Herz nimmt keinen Teil
    an ihrem Gräu’l.
    So bleibt mein Kirchen-Gehen gut.
  4. Secco-Rezitativ
    O schönes Bild!
    Seht,
    Jesus geht
    in Willigkeit, den Dienst des Festes zu vollbringen.
    Die Eltern sind mit Freude angefüllt;
    Er ist hierin und allen guten Dingen
    auch sonsten ihnen untertan.
    Wie angenehm ist solches Eintrachtsband,
    wohl dem, der sich des rühmen kann.
    Es ist ein Wohl aus Gottes Hand,
    wenn Eltern fromme Kinder haben.
    Und Kindern sind es große Gaben,
    wenn deren Eltern sie zur Bahn
    der Gottesfurcht und Tugend führen.
    Ach, möchte man solch’ Bild
    in allen Häusern spüren.
  5. Arie
    Zarte Zweigen
    werden edle Früchte zeigen,
    wenn der Stamm gutartig ist.
    Zeigt das Alter wahre Tugend,
    ach, so wird an zarter Jugend
    Gottes Segen nicht vermisst.
  6. Choral
    Kommt, lasst euch den Herren lehren,
    kommt und lernet allzumal!
    Welche, die sind, dir gehören
    in der rechten Christen Zahl,
    die bekennen mit dem Mund,
    glauben fest von Herzensgrund
    und bemühen sich darneben,
    fromm zu sein, dieweil sie leben.