Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1111/50

Wo soll ich meinen Jesum finden



Originaltitel:
Wo soll ich meinen Jesum / finden / a / 2 Corn / 2 Flaut. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fest. 3. Reg. / 1750. / ad / 1733.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: Epiphanias / Heilige drei Könige / Erscheinung Christi
Entstehungszeit: 1750
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 4
Instrumente: fl (2), hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (S,str,bc)
     2.dictum,arioso (AT,str,bc) - d - C
     3.aria (S,fl(2),hn(2),str,bc) - F - C
     4.rec (T,bc)
     5.choral (SATB,fl(2),hn(2),str,bc) - d - C
     6.aria (B,fl(2),str,bc) - B - 6/8 (vivace/allegro)
     7.choral (5) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 16 Seiten;
S (2x), A, T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, cor 1, 2: 1, 1, 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: Die 2. Sopranstimme enthält die Umschrift eines Tenorsatzes



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-458-02
RISM ID:   450007031
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192597
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Wo soll ich meinen Jesum finden?
    Sein Stern,
    Sein Liebeszug hat mich gerührt;
    ich will mich gern
    zu Seinem Dienst mit Ihm verbinden.
    Wo ist ein Eifrer, der mich führt?
    Wer leitet mich in Zions Auen,
    wo Gläubige den Freund der Menschen schauen?
  2. Dictum/Duett
    Das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein
    Licht und die Strafe der Zucht ist ein Weg zum
    Leben.
  3. Arie
    Edles Licht, ach, lass Dich sehen,
    teures Wort,
    leite mich zur Himmelspfort´.
    Hier auf Erden
    kann ich leichtlich irre werden;
    ach, der Gang zum Himmelssteg
    ist ein ungebahnter Weg,
    wenig sind jetzt, die ihn gehen.
  4. Secco-Rezitativ
    Zu Salems stolzen Gassen
    wird sich, o Seele, ietzt
    dein Freund nicht finden lassen.
    Wer Jesum ernstlich sucht,
    der setzt
    Sein tolles Volk wohl gar in Schrecken.
    Es denkt bei seiner üblen Zucht,
    es möchte Unglück drunter stecken.
    Man lehrt, man liest, wo Jesus sei,
    doch will sich niemand zu Ihm wenden,
    man trägt vor Seiner Anmut Scheu.
    O Seele eile fort,
    lass dich kein eitles Irrlicht blenden,
    du hörst ja deines Jesu Wort.
    Lass andre gehn und folge diesem Licht,
    glaub’s, dieser Glanz betrügt dich nicht.
  5. Choral
    Mein’n Füßen ist Dein heilig’s Wort
    ein brennende Lucerne,
    ein Licht, das mir den Weg weist fort.
    So dieser Morgensterne
    in uns aufgeht,
    sobald versteht
    der Mensch die hohen Gaben,
    die Gottes Geist
    den’n g’wiss verheißt,
    die Hoffnung darin haben.
  6. Arie
    Ich hoffe, Jesum bald zu sehen,
    Sein Wort zeigt mir die rechte Lebensbahn.
    Soll’s nicht in dieser Zeit geschehen,
    g’nug dass ich dort Ihn finden kann.
    Scheint mir das Wort, das helle Licht,
    so hab ich Trost und Zuversicht,
    das Eitle liegt mir wenig an.
  7. Choral
    Ich bitt’, o Herr, aus Herzensgrund
    Du woll’st nicht von mir nehmen
    Dein heilig’s Wort aus meinem Mund.
    So wird mich nicht beschämen
    mein Sünd’ und Schuld,
    denn in Dein’ Huld
    setz ich all mein Vertrauen.
    Wer sich nun fest
    darauf verlässt,
    der wird den Tod nicht schauen.