Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1107/45

Das Leben war das Licht der Menschen



Originaltitel:
Das Leben war das Licht / der Menschen / a / 2 Violin / Viola / Tenore S. / e / Continuo. / Fer. 3. Nativ. Chr. / 1745. / ad / 1737.
Abschnitt im Kirchenjahr: Weihnachtszeit
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Weihnachtstag
Entstehungszeit: 1745
Vokal: Tenor
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - A - 12/8
     2.rec (T,bc)
     3.aria (T,str,bc) - D - C (vivace)
     4.choral (T,str,bc) - A - 6/8
     5.rec (T,bc)
     6.aria (T,str,bc) - E - 3
     7.choral (4) DC

Melodie zum 4. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Gelobet seist du, Jesu Christ (Seite 44)
Liedtext: Gelobet seist du, Jesu Christ

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Gelobet seist du, Jesu Christ (Seite 44)
Liedtext: Gelobet seist du, Jesu Christ

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 8 Seiten;
T: 2 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: true



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-453-37
RISM ID:   450006876
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Das Leben war das Licht der Menschen. Und
    das Licht scheinet in der Finsternis
    und die Finsternis haben’s nicht begriffen.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Wunder-Kreatur, das große Sonnenlicht
    verliert bei Finsternissen,
    ja, selbst in dunkler Nacht,
    die wesentliche Klarheit nicht.
    Ein Zwischenstand macht
    nur, dass wir den holden Glanz vermissen,
    so auch das Licht des Lebens. Jesus lacht
    die ganze Welt in Gnaden allzeit an,
    doch die verkehrte Art bei Sündern
    pflegt, allzu oft den Gnadenglanz zu hindern
    dass Er so manches Herz nicht recht durchdringen kann.
  3. Arie
    Fleuch, mein Herz, der Sündenschatten,
    Jesus, meine Sonne, tagt.
    Durch dies’ Licht kann ich auf Erden
    auch ein Kind des Lichtes werden,
    dem Gott keinen Trost versagt.
  4. Choralstrophe
    Das ewig’ Licht geht da herein,
    gibt der Welt ein’n neuen Schein.
    Es leucht’t wohl mitten in der Nacht,
    und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja.
  5. Secco-Rezitativ
    Bin ich ein Kind des Lichts,
    wer will mir denn den Himmel rauben?
    Hier frag ich nichts
    nach Satans Wut und Schnauben.
    Kommt eine Leidensfinsternis,
    sie kann und darf nicht lange dauren.
    Ich weiß und bin gewiss:
    ein Freudenlicht bestrahlt mich auf das Trauren.
    Ja, selbst das finst’re Todestal
    wird mir ein Weg zum Licht, zum Leben.
    Dies wird mir Gott im Himmelssaal
    mit allen Auserwählten geben.
    Dies hat mir Jesus ausgemacht,
    der ist mein Trost. Welt, gute Nacht!
  6. Arie
    Mein Geist erstaunt:
    Der Gottheit helle Sonne verbirget sich
    in dunkle Knechtsgestalt.
    O, selt’ne Finsternis!
    Mein Herz, bewund’re dies:
    Das helle Licht will seinen Glanz verhüllen,
    um alle Welt mit Klarheit zu erfüllen.
    Ist’s Wunder, wenn ein Halleluja schallt?
  7. Choralstrophe
    Das hat Er alles uns getan,
    Sein groß Lieb zu zeigen an.
    Des freut sich alle Christenheit,
    und dank’ Ihm des in Ewigkeit.
    Hallelujah!