Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1106/48

Sehet drauf dass niemand



Originaltitel:
Sehet drauf, daß niemand Gottes / Gnade / a / 2 Corni. / 2 Flaut. / 2 Fagott. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. Nativ. hr. 2. / 1748. / ad / 1734.
Abschnitt im Kirchenjahr: Weihnachtszeit
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Weihnachtstag
Entstehungszeit: 1748
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: (fl (2)), fg (2), hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - a - C (largo)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (TB,str,bc) - F - 3 (largo)
     4.choral (SATB,str,bc) - a - C (largo)
     5.rec (S,bc)
     6.aria (S,(fl(2)),fg(2),hn(2),str,bc) - F - 3 (largo)
     7.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 17 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, fag 1, 2: 1, 1, 1, 1 - cor 1, 2: 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: mov6:fl unis (all'ottava) with violins /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-456-34
RISM ID:   450006993
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192445
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Sehet drauf, dass niemand Gottes Gnade
    versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel
    aufwachse und Unfriede anrichte, und viele durch
    dieselbe verunreiniget werden!
  2. Secco-Rezitativ
    Wie lieblich strahlt das Licht der Gnaden!
    Es lockt der Fürst des Lebens Selbst die Sünder.
    Doch achten sie den Schaden
    an ihren Seelen nicht.
    Sie sind verstockt, sie werden bei dem Licht nur blinder,
    wenn dessen Glanz ihr finst’res Herz durchbricht.
    Ach, denkt zurück!
    Ihr Menschen, wollt ihr’s nicht erkennen?
    Versäumt ihr Gottes Gnadenblick,
    so wird Sein Zorn ob euch erschrecklich brennen.
  3. Arie/Duett
    Folget doch, ihr eitlen Herzen!
    Wollt ihr Jesus Huld verscherzen,
    der euch lockt und warnend fleht.
    Kommt doch, stellt euch willig ein,
    denkt, wie bald kann’s anders sein.
    Auf die Blicke süßer Liebe
    wird der Gnadenhimmel trübe,
    wenn man [Seinen] Trost verschmäht.
  4. Choralstrophe
    Ach Gott, vom Himmel sieh darein
    und lass dich das erbarmen.
    Wie wenig sind der Heil’gen Dein,
    verlassen sind wir Armen.
    Dein Wort lässt man nicht haben wahr,
    der Glaub’ ist auch verloschen gar
    bei allen Menschenkindern.
  5. Secco-Rezitativ
    Ach, nicht so frech, ihr Widersprecher!
    Glaubt’s, Abels Blut hat allzeit seinen Rächer.
    Muss gleich ein treuer Zeuge schweigen,
    wenn Kains Rotte auf ihn schlägt,
    sein Blut wird desto besser reden.
    Die Wahrheit frommer Zeugen
    lässt sich mit Schwertern nicht ertöten,
    und wer die Marterkrone trägt,
    dem bringt sie keinen Schaden.
    Doch wehe dem, der Blut auf sich geladen!
  6. Arie
    Sammle mich in Deine Flügel,
    Jesu, nimm Dein Küchlein drein.
    Will man Deines Lockens spotten,
    ach, mit solchen bösen Rotten
    hat mein Herz gar nichts gemein.
  7. Choralstrophe
    Sie lehren eitel falsche List,
    was eigen Witz erfindet.
    Ihr Herz nicht eines Sinnes ist,
    in Gottes Wort gegründet.
    Der wählet dies, der Andre das,
    sie trennen uns ohn’ alle Maß
    und gleißen schön von außen.