Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1104/52

Küsset den Sohn



Originaltitel:
Küßet den Sohn daß Er / nicht zürne / a / 2 Violin / Viola / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / 4. Adv. 1752. / ad / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Advent
Sonntag im Kirchenjahr: 4. Advent
Entstehungszeit: 1752
Vokal: ATB
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - d - C (allegro)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - g - 3
     4.rec (T,bc)
     5.aria (T,vl unis,vla,bc) - B - 3
     6.rec (A,bc)
     7.choral (ATB,str,bc) - d - C (largo)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
A, T, B: 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-460-09
RISM ID:   450007082
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192801
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Küsset den Sohn, dass Er nicht zürne und ihr
    umkommet auf dem Wege; denn Sein Zorn
    wird bald anbrennen. Aber wohl allen die auf Ihn trauen.
  2. Rezitativ
    Der Herr zeigt Weg und Bahn,
    den Sohn zu kennen und zu grüßen.
    Die Boten Gottes geh’n voran,
    ihr Vortrag heißt: „Hier ist der Sohn!“
    Doch schickt sich leider niemand an,
    den Herrn des Heils zu küssen.
    Man fragt, wer, wie, wo Christus wäre.
    Stellt Er sich dar, so geht die Welt davon.
    Sein armer Stand ist ihr zu schlecht,
    sie spottet Seiner Lehre.
    Welt fürchte dich, Gott ist gerecht!
    Die hier den Mittler nicht erkennen
    die werden dort in ew’gem Feuer brennen.
  3. Arie
    Ich küsse dich mein Heil im Glauben
    Dein Mittleramt versöhnt und segnet mich.
    Die Stimme, die mich zu Dir leitet,
    Dein Wort hat Bahn und Steg bereitet.
    Ach, komm zu mir, mein Herz verehret Dich.
  4. Rezitativ
    Ich armer Staub, ich arme Erd’
    bin zwar nicht wert,
    Dein Knecht, Dein Untertan zu heißen,
    doch muss ich Deine Gnade preisen;
    durch diese bin ich Gottes Kind.
    Dein Geist versiegelt diesen Segen,
    den Deine Taufe auf mich flößt.
    Mein Herz, das Dich drum lieb gewinnt,
    geht Dir erfreut entgegen,
    es nimmt Dich willig auf und ein.
    Wenn Dich ein Weltherz von sich stößt,
    so spricht es: „Jesu komm herein.“
    Mein Glaubenskuss soll Dich verehren.
    Ach ja! Kein Feind soll mir den Dienst verwehren.
  5. Arie
    Jesus ist es, dem ich lebe,
    dem ich alle Ehre gebe,
    arge Welt: sprich mir nichts drein.
    Könnt’ ich alle Erdengaben,
    alles Glück und Ehre haben,
    Jesus soll mir ganz allein
    lieber als das alles sein.
  6. Rezitativ
    Wer will, der suche Ehr’ und Glücke.
    Mir ist es leicht, dergleichen Dunst zu missen,
    es währt kaum einen Augenblick.
    Ich habe g’nug! Mein Jesus liebet mich,
    Sein Gnadenbund entsündigt mein Gewissen.
    Wenn dies mein Herz bedenkt, ach wie vergnügt es sich!
  7. Choral
    Ach zeuch, mein Liebster, mich nach Dir,
    so lauf ich mit den Füßen.
    Ich lauf und will Dich mit Begier
    in meinem Herzen küssen;
    ich will aus Deines Mundes Zier
    den süßen Trost empfinden,
    der die Sünden
    und alles Unglück hier
    kann leichtlich überwinden.