Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1104/34

Tut Busse und lasse sich ein jeglicher



Originaltitel:
Thut Buße, und laße sich / ein ieglicher tauffen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 4. Adv. / 1734. [changed to: 1735.]
Abschnitt im Kirchenjahr: Advent
Sonntag im Kirchenjahr: 4. Advent
Entstehungszeit: 1734
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - B - C
     2.rec (S,bc)
     3.aria (ST,str,bc) - c - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - G - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - B - 3/2

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Hast du denn, Jesu, dein Angesicht gänzlich verborgen (Seite 50)
Liedtext: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S, A (2x), T (2x), B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-442-29
RISM ID:   450006415
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Tut Buße und lasse sich ein Jeglicher taufen
    auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung
    der Sünde, so werdet ihr empfahen die Gabe
    des Heiligen Geiste.
  2. Rezitativ
    Dies ist die Stimme, die dir schallt,
    o Mensch, dich zu erretten.
    Das Herz des Vaters wallt
    in Liebe gegen dich;
    du liegst in Sünden Ketten,
    ach! drum erbarmt er sich.
    Nimm seinen Rat als eine Wohltat an,
    sonst ist kein Mittel nicht,
    das dich erretten kann.
  3. Duett
    O teurer Rat, mein Herz erkennt den Segen,
    den mich Gott Selbst einfältig hoffen heißt.
    Mein Glaube ehrt das edle Wasser,
    das mir der gütige Verfasser
    des neuen Bundes selbsten preist.
  4. Rezitativ
    Ja wohl, es ist ganz ungemein,
    was Gott im Bad der Taufe tut.
    Wankt ein Naëman gleich im Glauben,
    er denkt: wie kann ein solches Gut,
    in Jordans Flut,
    in schlechtem Wasser sein?
    Jedoch Vernunft halt ein!
    Gott lässt sich seinen Ruhm nicht rauben.
    Die Kraft ist Sein und nicht im Element.
    Wer Gottes Macht und Güte kennt,
    der weiß, Er kann aus schlechten Sachen
    trutz der Vernunft ganz große Dinge machen.
  5. Arie
    Gott ist groß in seinen Werken,
    wohl dem, der sie gläubig ehrt.
    Scheint die Taufe gleich geringe,
    ei! es sind ja große Dinge,
    die uns Gott dadurch beschert.
  6. Rezitativ
    Das große Element, das Wasser der Natur,
    zeigt uns die Spur,
    wie manchen Schatz des Höchsten Gütigkeit
    in ein Geschöpfe legen kann.
    Kein Mund
    kann solches sattsam preisen.
    O Mensch, siehst du das Wasser an,
    so schicke dich beizeit,
    dich Gott recht dankbar zu erweisen,
    ja, nimm den Bund,
    den Er mit dir im Wasser macht,
    in Glaubens Treue wohl in Acht.
  7. Choral
    Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,
    der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe begegnet.
    Denke daran, was der Allmächtige kann,
    der dir mit Liebe begegnet.