Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1102/41

Mache dich mein Geist bereit



Originaltitel:
Mache dich mein Geist bereit / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 2. Adv. / 1741. [changed to 1742.]
Abschnitt im Kirchenjahr: Advent
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Advent
Entstehungszeit: 1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,str,bc) - F - 3
     2.rec (T,bc)
     3.aria (T,str,bc) - d - C (largo sostentato)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - C - 3 (vivace)
     6.choral (1) DC

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Mache dich, mein Geist, bereit (Seite 94)
Liedtext: Mache dich, mein Geist, bereit

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Mache dich, mein Geist, bereit (Seite 94)
Liedtext: Mache dich, mein Geist, bereit

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S (2x), A, T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-54
RISM ID:   450006672
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choralstrophe
    Mache dich, mein Geist, bereit!
    Wache, fleh’ und bete,
    dass dich nicht die böse Zeit
    unverhofft betrete,
    denn es ist
    Satans List,
    über viele Frommen
    zur Versuchung kommen.
  2. Secco-Rezitativ
    Wacht auf, wacht auf, ihr sich’ren Herzen!
    Der Herr der Herrn
    hat etwas Großes vor.
    Hemmt euren Spott, lasst euer Scherzen,
    der Tag der Rache ist nicht fern.
    Hebt Geist und Haupt empor,
    seht an die Zeichen dieser Zeiten!
    Die großen Lichter scheinen schlecht,
    die Wasser wüten auf der Erde,
    die Welt hält nichts vom Recht.
    Was mag doch das bedeuten?
    Ach glaubt’s, das Ende ist sehr nah!
    Der Mund der Wahrheit sagt es ja,
    dass Er, wenn’s so ergeht, gar bald erscheinen werde.
  3. Arie
    Die Welt ist reif zum Untergehen,
    doch lachen Freche der Gefahr.
    Ach Jesu, bleibe nicht so lange!
    Ach, denen deinen ist sehr bange,
    komm, rette deine fromme Schar.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Zeiten sind - ach - sehr betrübt,
    die Tugend wird für nichts gehalten,
    die Laster werden frech verübt.
    Bei Jung’ und Alten
    ist keine Furcht des Herrn.
    Die Nahrungslast, die Sauf- und andre Lust
    legt ihren Herzen Fesseln an,
    dass sie nicht in die Höhe sehen.
    Sie lassen Gott auch seinen Himmel gern,
    wenn ihr verstockter Sinn den Wust
    der Wollust haben kann.
    Was Jesus dräut und spricht,
    das achtet ihre Frechheit nicht.
    Wie? Soll nicht eine Schwefelglut
    das Sodom solches Volks verzehren,
    das solche Gräuel tut!
    Ach Gott, sieh drein:
    Wie lange soll’s noch währen?
  5. Arie
    Arge Welt, sei immer böse!
    Ach, gewiss, du wirst die Größe
    deines Gräu’ls zu spat bereu’n.
    Jesus wird zum Trost der Frommen
    bald kommen,
    dass dein Tun gerochen werde.
    Aber Seine fromme Herde
    wird Er denn recht sehr erfreu’n.
  6. Choralstrophe
    D’rum, so lasst uns immerdar
    wachen, flehen, beten,
    weil die Angst, Not und Gefahr
    immer näher treten,
    dann die Zeit
    ist nicht weit,
    da uns Gott wird richten
    und die Welt vernichten.