Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1102/11b

Furcht und Zagen



Originaltitel:
Cantata / Furcht u. Zagen / a 5 / Voce Sola / 2 Violin / Viola / e / Continuo. / Dn. 2. Adv. / 1711.
Abschnitt im Kirchenjahr: Advent
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Advent
Entstehungszeit: 1711
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.arioso (S,vl(2),bc) - C - 3/2
     2.rec (S,bc)
     3.arioso (S,bc) - g - C (adagio+andante)
     4.rec (S,bc)
     5.arioso (1) DC
     6.rec (S,bc)
     7.choral (S,vl unis,bc) - B - C
     8.rec (S,bc)
     9.aria (S,str,bc) - c - C+3 (allegro)
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 7 Seiten;
S: 3 - vl 1, 2, vla, vlc, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: Die vl-Stimmen teilweise im C-Schlüssel notiert



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-419-16
RISM ID:   450005755
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Arioso
    Furcht und Zagen
    will anitzt die Seele nagen,
    da des Herren Tag erscheint.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Zeit ist da,
    bereitet euch, ihr harte Sinnen!
    Ihr könnt anitzt
    das Leben oder auch den Tod gewinnen,
    denn euch ist beides nah.
    Gott stellt sich plötzlich ein
    und will der ganzen Welt
    ein höchst gerechter Richter sein.
  3. Arioso
    Ach, bereue deine Sünden,
    so kannst du das Leben finden
    und Gott bleibt dein wahrer Freund.
  4. Secco-Rezitativ
    Durch Reu’ und Glauben
    kannst du für Gott besteh’n
    und mit demselbigen in seinen Himmel geh’n.
    Doch wo du diese Zeit veracht’st
    und seinen heißen Zorn verlachst,
    musst du noch ferner klagen
    und also sagen:
  5. Arioso
    Furcht und Zagen
    will anitzt die Seele nagen,
    da des Herren Tag erscheint.
  6. Secco-Rezitativ
    Ich will mich auch deswegen
    zu deinen Füßen legen.
    Nimm mich in Demut an
    und gönne , dass ich doch
    dein Antlitz sehen kann.
  7. Choralstrophe
    O Jesu, hilf zur selben Zeit
    von wegen deiner Wunden,
    dass ich im Buch der Seligkeit
    werd’ eingezeichnet funden.
    Daran ich denn auch zweif’le nicht,
    denn du hast ja den Feind gericht’t
    und meine Schuld bezahlet.
  8. Secco-Rezitativ
    Ich hoff’, es wird gescheh’n,
    dich ewig anzuseh´n.
  9. Arie
    Verstoße doch dein Erbteil nicht
    und lass mich deine Gnade finden.
    Du bleibst mein Gott, dem ganz allein
    Herz, Geist und Mund gewidmet sei’n.
    Ich habe meine Zuversicht
    ganz sehnsuchtsvoll auf dich gericht’t.
    Lass’ doch mein Hoffen nicht vergehen!